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Ermittler hatten mehrere Informanten
Es hat den Anschein, dass Liechtenstein seine Suche nach dem großen Verräter ausweiten muss. Denn die deutschen Steuerfahnder nutzten bei ihrer Jagd auf Steuerhinterzieher längst nicht nur die Informationen eines einzigen Zuträgers.
München - "Mäuse treten meist im Rudel auf", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" einen Ermittler in ihrer morgigen Ausgabe. Bislang war nur bekannt, dass ein früherer Mitarbeiter der Liechtensteiner Bank LGT Treuhand eine Kundendatei gestohlen und diese unter anderem an den Bundesnachrichtendienst verkauft hatte. Der Mann erhielt von deutschen Behörden rund 4,2 Millionen Euro für vier DVDs.
Die Bochumer Staatsanwaltschaft plant nach Informationen der "SZ" Anklagen wegen Steuerhinterziehung gegen Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel, dessen älteren Bruder Hartwig sowie gegen Bayerns Beauftragten für den Datenschutz, Karl Michael Betzl. Betzl lässt wegen seiner Verstrickung in die Affäre derzeit seine Amtsgeschäfte ruhen.
Die Ermittler seien bei ihren ersten Razzien auf Stiftungen in Liechtenstein mit einem Volumen zwischen einer und zwanzig Millionen Euro gestoßen, berichtet die Zeitung weiter. Derzeit bereite die federführende Steuerfahndung in Wuppertal die nächste Razzia vor. 20 bis 30 Verfahren seien in einer nächsten kleineren Welle geplant. In einer ersten Massenrazzia hatten die Ermittlungsbehörden Verfahren gegen rund 150 Beschuldigte eingeleitet.
Insgesamt können die Verfahren nach Abgaben des Blattes mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Derzeit gehen die Ermittler laut der Zeitung von mindestens 700 Ermittlungsverfahren aus. Die Steuerverwaltung habe noch nicht alle Unterlagen ausgewertet.
mik/AFP/ddp Nachricht vom
29.2.08 22:24
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